Apropos Ausgabe Januar 2011

Liebe Leserinnen und Leser

Das zurückliegende Jahr war mit der Vollendung der baulichen Gesamterneuerung ein wichtiges und gutes Jahr für die Lanzeln. Wir freuen uns täglich über den Komfort unseres vergrösserten Alters- und Pflegezentrums. Schon fühlen wir uns so, wie wenn es nie anders gewesen wäre.

Zu Jahresbeginn standen wir mit der Einführung der neuen Pflegefinanzierung vor einer weiteren Herausforderung. Diese Veränderung ist von aussen, d. h. durch ein revidiertes Bundesgesetz an uns herangetragen worden. Jede Institution steht in der Pflicht, die eidgenössischen Bestimmungen buchstabengetreu und fair umzusetzen. Da der individuelle Spielraum der Lanzeln zur Feingestaltung des eigenen Reglements sehr gering ist, lag uns besonders an lückenloser Offenlegung der Kostenfolgen für jeden einzelnen Bewohner sowie Transparenz gegenüber den Angehörigen.

Die neue Pflegefinanzierung stärkt – und das ist als Stossrichtung zu begrüssen – auf verschiedenen Ebenen die Solidarität. Insbesondere beteiligt sich die öffentliche Hand, d.h. die Wohngemeinde mit Unterstützung des Kantons nun substantiell am finanziellen Aufwand für die Pflege. Vor allem für jene, die intensivere Pflege benötigen, bedeutet dies eine grosse Entlastung. Das erhöht die
finanzielle Sicherheit als elementares Bedürfnis älterer Menschen. Wer als Hochbetagter im Alltag mit zunehmenden Altersbeschwerden zurechtzukommen hat, braucht sich somit nicht um Materielles existenzielle Sorgen zu machen. In einer entsprechenden Situation profitieren wir alle davon.

Marie-Louise Sarraj, Zentrumsleitung

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