Jahresbericht 2011

Jahresbericht 2011 Lanzeln

Über das vergangene Jahr zu berichten empfinde ich als ausgesprochen angenehme Aufgabe. War das Jahr zuvor noch geprägt von der Fertigstellung der neuen Lanzeln und konnte das umgebaute Haus C sogar erst gegen Jahresende bezogen werden, so verlief 2011 in ruhigeren Bahnen. Der Alltag bestand – mit Ausnahme der Lingerie – nicht mehr aus Baustellen, Provisorien und Lärm, sondern aus dem Betrieb, der sich nach Beobachtungen der Fürsorgebehörde gut entwickelte, gedieh und sich in der Praxis bewährte. Wir alle spürten und spüren, dass die neue Lanzeln, deren Grundstein mein Amtsvorgänger Gemeinderat Hansueli Scheller legte, unter einem guten Stern steht.

Da der Berichterstatter der älteren Generation angehört, sah er die alte Lanzeln zu Beginn der siebziger Jahre entstehen und konnte dann ihren gesamten Lebenszyklus beobachten. Im Verhältnis dazu sind die Vorteile des Licht durchfluteten und auch architektonisch ansprechenden, ja als Vorbild dienenden Neubaus augenfällig. Statt enge Gänge, durch die die Betten nur in Einzelteile zerlegt
transportiert werden konnten, stehen heute an vielen Orten grosszügige Begegnungsflächen zur Verfügung. Die Bewohnerinnen und Bewohner verfügen über weit mehr Wohnraum und komfortablere Ausstattungen. Mit 122 (gegenüber vormals 90) Betten sind allerdings auch die Anforderungen an das Personal ganz allgemein, besonders aber auch an die Führung, stark gestiegen. Für ihr hohes
Engagement, das ich in meinen ersten zwei Amtsjahren überall feststellen konnte, danke ich persönlich und im Namen der Fürsorgebehörde allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mit der Zentrumsleiterin Marie-Louise Sarraj an der Spitze. Durch ihre kompetente, einfühlsame und auf Wertschätzung ausgerichtete Führungsarbeit ist es ihr im Laufe der Jahre gelungen, gute Kaderleute und Teams heranzubilden, die ihre Aufgabe vorbildlich erfüllen. Dies wiederum kommt den Bewohnerinnen und Bewohnern zugute, denen wir alle in diesem Hause eine ansprechende Atmosphäre und einen glücklichen und schönen Lebensabend wünschen.

Ich darf an dieser Stelle auch den ausdrücklichen Dank von Fürsorgebehörde und Gemeinderat für die gute Führung des Heims weiterleiten. Im vergangenen Jahr lief nicht nur der Betrieb rund. Vielmehr konnte er – unter anderem in Folge der vollständigen Auslastung – auch finanziell erfolgreich geführt werden. So schloss die Jahresrechnung mit einem Ertragsüberschuss von rund 1,7 Mio. Franken ab. Dabei soll allerdings nicht verschwiegen werden, dass es sich – vorliegend und nach langjähriger Praxis – nur um die reinen Betriebskosten handelt. Der gesamte Neubau wurde hingegen von der Gemeinde verzinst und amortisiert. Eine weitere erfreuliche Mitteilung betrifft die Abrechnung der neuen Lanzeln, die am 4. Juni der Gemeindeversammlung vorgelegt wird. Bei totalen Kosten von knapp 37 Mio. Franken ( 34,2 Mio. gemäss Urnenabstimmung vom 12. Februar 2006 zuzüglich notwendige Nachtragskredite und Teuerung, abzüglich kantonale Subventionen von 2,7 Mio. Franken) konnte eine sogenannte Punktlandung erreicht werden. Auch in dieser Hinsicht dürfen wir die neue Lanzeln als äusserst erfolgreich betrachten.

Fredi Rechsteiner Fürsorgevorstand

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