Apropos Ausgabe Februar 2015

Zwei Traditionshäuser gehen fortan gemeinsame Wege

Mit der Integration vom Rudolfheim / Geren steht die Lanzeln vor einem weiteren Wachstumsschritt. Insgesamt sind nun rund 140 Betten verfügbar. Etwa 175 Angestellte kümmern sich um das Wohl der Bewohnenden.

Geschichtsbewusste Leserinnen und Leser von Apropos Lanzeln haben sicher schon beim Titel dieses Beitrags aufgemerkt. Stäfner Schulterschluss – da klingt automatisch der Stäfner Handel vor über 200 Jahren an, währenddem sich ein schon tiefer Graben zwischen der « gnädigen Obrigkeit » der damals auf viele Zeitgenossen hochnäsig wirkenden Stadt Zürich und der Landschaft, eben namentlich
den Seegemeinden weiter auftat. Dass es eben auch anders geht, dass man sich auf Augenhöhe begegnen und zusammenschliessen kann, genau das bringt die Überschrift Stäfner Schulterschluss zum Ausdruck. Mit dem Ruediheim und der Lanzeln finden zwei alteingesessene Institutionen zusammen. Zwar weisen sie einen Grössenunterschied auf. Doch die nähere Betrachtung zeigt, dass die beiden schon seit langem diverse Berührungspunkte haben und in etlichen Belangen eng zusammenarbeiten. Beispiele gefällig ? Der gemeinsame Bus, die gemeinsame Weiterbildung mit den Teilnehmenden in
bester Erinnerung bleibenden Modulen zu Palliative Care oder Validation, das Schmerzkonzept und, und, und Übrigens : Wer sehr weit in den Jahrbüchern der beiden Häuser zurückblättert, entdeckt sogar, dass die zwei bis vor der Jahrtausendwende immer Samstag und Sonntag die Mahlzeiten aus der gleichen Küche bezogen und so – in übertragenem Sinn – ja bereits einen gemeinsamen Herd besassen.

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