Jahresbericht 2015

Jahresbericht 2015 AZ Lanzeln

Die Lanzeln legt für 2015 das beste Ergebnis ihrer Geschichte vor. Zu verdanken ist dies in erster Linie der engagierten Zentrumsleitung und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Das sehr gute Ergebnis ist ein Zeichen dafür, dass die geschickt vernetzte, spezifische Expertise der Teammitglieder die Effizienz erhöht und Mehrwert für die Bewohnerinnen und Bewohner schafft. Erfolg dank gemeinsamer Kompetenz – so lautet deshalb das Motto des vorliegenden Geschäftsberichts. Das überzeugende Resultat kam unter anspruchsvollen Bedingungen zustande. Das Berichtsjahr fiel in die Phase der organisatorischen Integration des Alters- und Pflegeheims Rudolfheim/Geren in die Lanzeln. Dies führte zu einer spürbaren Mehrbelastung. Die Übernahme von acht bzw. neun Pflegeplätzen forderte alle Beteiligten, war aber auch mit einer steilen Lernkurve verbunden. Das galt auch für die Fürsorgebehörde, die sich kurz zuvor mit grösstenteils neuen Mitgliedern nach den Wahlen für die laufende Legislaturperiode konstituiert hatte. Wir durften feststellen, dass sowohl unsere Bewohnerinnen und Bewohner des Rudolfheim/Geren wie auch die involvierten Mitarbeitenden vom Integrationsentscheid profitierten. Zudem hat der Schulterschluss zu konsolidierten Kostenersparnissen in einer beachtlichen Grössenordnung pro Jahr geführt, die sich bereits im Ergebnis 2015 klar positiv bemerkbar machten. Das kommt in erster Linie den heutigen Bewohnern der Lanzeln zugute, da aktuell von Tariferhöhungen abgesehen werden kann.

Trotz dieser organisatorischen Integration des Rudolfheim/Geren beurteilten die Bewohnerinnen und Bewohner die gebotene Wohnqualität des im Jahr 1903 eröffneten Hauses als nicht mehr zeitgemäss. Dies zeigte sich in der weiterhin zu tiefen Nachfrage und Auslastung der angebotenen Pflegebetten. Als Konsequenz davon mussten alle Stäfner Steuerzahler das erhebliche Defizit jedes Jahr decken. Diesen Zustand konnten und wollten wir nicht aufrechterhalten. Die vollständige Integration des Rudolfheim/Geren in die Lanzeln war mit Blick auf die heute vorausgesetzten Qualitätsstandards denn auch der folgerichtige nächste Schritt, um für alle unsere Bewohnerinnen und Bewohner dieselbe Qualität anbieten zu können.

2015 erreichte die Auslastung der Lanzeln, wie schon in den Vorjahren, mehr als 100%. Das gebotene Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt also. Können wir trotzdem noch besser werden? Ja, wir können. Und wir müssen dies angesichts der demografischen Entwicklung im Dienst einer hochwertigen und zugleich kosteneffizienten Betagtenbetreuung auch. Deshalb sind der Gemeinderat und die Fürsorgebehörde überzeugt, dass die noch für diese Legislaturperiode angestrebte Verselbständigung der Lanzeln, deren Planung mittlerweile lanciert wurde, dem Heim den benötigten Freiraum geben
wird, um Verbesserungen im Leistungsangebot schneller vornehmen zu können. Die Führung der Lanzeln – insbesondere das strategische Führungsorgan – soll sich auf das Unternehmen konzentrieren und in Eigenverantwortung die Zukunft des Betriebs gestalten können. Eines steht dabei aber fest: Die Lanzeln wird auch verselbständigt ein Heim für alle Stäfner bleiben. Das attraktive Preis-Leistungs-Verhältnis, das die Lanzeln auszeichnet, wird beibehalten.

David Dubach, Präsident der Fürsorgebehörde

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