Apropos Ausgabe Februar 2018

Neues Demenzkonzept

Mit ihrem neuen Konzept trägt die Lanzeln den anspruchsvollen Aufgaben und der ethischen Dimension bei der Betreuung von dementen Bewohnern Rechnung. Jeannette van Dijk, Leiterin vom Gartengeschoss, erläutert, worauf sie und ihr Team besonders Wert legen.

Um die Dimension einzuordnen: Wie viele Demente betreut die Lanzeln gegenwärtig?
Bei uns im spezialisierten Gartengeschoss haben wir maximal für 18 Bewohner Platz. Wie viele es im ganzen Haus sind, lässt sich nicht ganz genau beziffern. Es werden jedoch viele Betroffene hier betreut, da die verschiedenen Formen von Demenzerkrankungen in höherem Alter keine Seltenheit sind. Bei der Betreuung benötigen nicht alle einen Weglaufschutz, wie wir ihn im Gartengeschoss bieten können.

Wie wichtig ist die genaue Kenntnis der Demenzart, ihres Schweregrads sowie des Verlaufs für die Betreuung?
An sich sind dies durchaus relevante Informationen. Allerdings liegt uns oft keine abschliessende Diagnose z. B. durch eine Memory-Klinik vor. In diesen Fällen sind wir jedoch in
der Lage, auf Grund unserer Expertise eine eigene plausible Eingrenzung vorzunehmen. Die Demenzart ist deshalb von Belang, weil sie uns sagt, ob z. B. eine Gruppenbetreuung in Frage kommt oder Einzelbetreuung angezeigt ist. Morbus Alzheimer ermöglicht erfahrungsgemäss Gruppenbetreuung, wogegen bei Lewybody-Demenz sowie frontotemporaler Demenz Einzelbetreuung mit der Zeit unausweichlich wird. Die an diesen Demenzarten