Aufnahmebestimmung

1. Zweck

An zentralster Lage in unmittelbarer Nähe zum Bahnhof, Einkaufsmöglichkeiten und See bietet das Alterszentrum älteren Menschen, die nicht mehr in ihrer angestammten Umgebung wohnen können oder wollen Raum, Betreuung und Begleitung. Nach Möglichkeit stehen Zimmer für Ferienaufenthalte zur Verfügung. Zudem haben wir eine Tages- oder Nachtbetreuung für Erwachsene im Angebot. Menschen mit einer Demenzerkrankung werden in spezifischen Wohnbereichen betreut. Das Zentrum wird politisch und konfessionell neutral geführt.

2. Zentrumsleitung

Verantwortlich für die Betriebs- und Personalführung ist die Zentrumsleitung. Sie nimmt sich zusammen mit den Bereichsleitungen den persönlichen Anliegen der BewohnerInnen an und sorgt für die Einhaltung und Durchführung der Hausordnung.

3. Aufsicht

Das Alterszentrum untersteht der Aufsicht der Fürsorgebehörde der Gemeinde Stäfa. Die Fürsorgebehörde unterstützt die Zentrumsleitung in ihrer Tätigkeit.

4. Anmeldung

Die Anmeldung zur Aufnahme ist unter Beilage eines Arztzeugnisses schriftlich an die Zentrumsleitung zu richten. Die Dokumentation mit den entsprechenden Formularen können beim Empfangsschalter des Alterszentrums bezogen oder im Internet heruntergeladen werden.

5. Aufnahme

Über die Aufnahme befindet die Zentrumsleitung nach den Richtlinien der Fürsorgebehörde der Gemeinde Stäfa.

Die im AHV-Alter stehenden EinwohnerInnen der Gemeinde Stäfa werden vorrangig aufgenommen.

Nicht aufgenommen werden Personen:

die noch berufstätig sind
deren Sicherheit aufgrund der vorhandenen Infrastruktur nicht gewährleistet werden kann

6. Pensionsvertrag

Bei Eintritt in das Alterszentrum wird das Pensionsverhältnis durch einen schriftlichen Vertrag geregelt. Integrierende Bestandteile des Pensionsvertrages sind die Aufnahme- und Vertragsbestimmungen, die Taxordnung sowie die Hausordnung.

7. Pensionspreis und Zahlungsmodus

Der Pensionspreis und die Preise für zusätzliche Leistungen sind in der Taxordnung geregelt.

Die Taxordnung wird durch die Fürsorgebehörde in Abstimmung mit der Zentrumsleitung erstellt und vom Gemeinderat der Gemeinde Stäfa genehmigt.

In Härtefällen ist in erster Linie die Leitung der Sozialversicherungen auf der Gemeindeverwaltung Stäfa zu kontaktieren, allenfalls auch die zuständige Sozialbehörde. Für den Bezug von Ergänzungsleistungen besteht im ausgewiesenen Bedarfsfall ein rechtlicher Anspruch. Ergänzungsleistungen sind keine Fürsorgeleistungen.

Die Zentrumsadministration stellt für die Pensionskosten monatlich Rechnung. Der Zahlungsverkehr erfolgt bargeldlos. Sie empfiehlt den BewohnerInnen zur effizienten Zahlungsabwicklung vom Lastschriftverfahren (LSV) der Bank oder Post zu profitieren. Auskunft erteilt die Mitarbeiterin Bewohneradministration.

8. Reservation / Akontozahlung

Für die Reservation eines Zimmers bis zum effektiven Eintritt wird der Pensionspreis mit CHF 20.00 Reduktion pro Tag verrechnet.

Beim definitiven Eintritt in die Institution ist eine Akontozahlung über CHF 5‘000.00 zu hinterlegen. Das AZL führt zu diesem Zweck ein spezielles Konto. Die Akontozahlung wird nicht verzinst. Bei Beendigung des Pensionsvertrages wird die Akontozahlung nach Begleichung aller offenen Posten zurückerstattet.

9. Kündigung und Austritt

Dieser Vertrag ist auf unbestimmte Zeit abgeschlossen und erlischt insbesondere nicht bei Eintritt von Urteils- bzw. Handlungsunfähigkeit. Er kann von beiden Parteien, unter Einhaltung einer Frist von einem Monat auf das Ende jeden Monats schriftlich aufgelöst werden. Bei Eintritt der Urteilsunfähigkeit muss die Kündigung durch die zur Vertretung berechtigte Person erfolgen.

Wird das Zimmer für eine Weitervermietung dringend benötigt und kann dieses auf einen früheren Zeitpunkt geräumt und wieder besetzt werden, so kann die Kündigungsfrist im gegenseitigen Einvernehmen verkürzt werden.

Der Ferienvertrag, sofern das Austrittsdatum nicht festgelegt ist, hat eine Kündigungsfrist von 7 Tagen und kann von beiden Vertragsparteien aufgelöst werden.

Die Zentrumsleitung kann in Absprache mit der Fürsorgebehörde die Kündigung aussprechen, wenn die BewohnerInnen aus gesundheitlichen Gründen auf eine andere Unterkunft angewiesen sind oder sie den Verpflichtungen aus dem Pensionsvertrag nicht nachkommen.

Aus wichtigen Gründen, welche dem Alterszentrum das Vertragsverhältnis unzumutbar machen, kann der Vertrag mit sofortiger Wirkung aufgehoben werden.

Im Todesfall erlischt der Vertrag ohne Kündigung. Der Pensionspreis inklusiv aller Zuschläge wird für weitere 14 Tage oder darüber hinaus bis zur Schlüsselabgabe verrechnet.

Bei Ferienzimmer erlischt der Vertrag im Todesfall ebenfalls ohne Kündigung. Der Pensionspreis inklusiv aller Zuschläge wird für weitere 7 Tage verrechnet.

10. Interner Zimmerwechsel

Bei einigen Krankheitsverläufen kann die Pflege und Betreuung aus infrastrukturellen Gründen nicht in allen Wohnbereichen vom Alterszentrum sichergestellt werden (z. B. Weglaufgefährdung). In diesem Fall wird nach vorheriger Orientierung der Betroffenen und ihrer/seiner Bezugsperson eine Verlegung in einen spezifisch betreuten Wohnbereich notwendig.

Ehepaare in einer Zweizimmer-Einheit müssen nach Ableben eines Ehepartners bei der nächsten Gelegenheit in ein Einzelzimmer umziehen.

11. Ärztliche Betreuung und Medikamente

Das Alterszentrum bietet freie Arztwahl an. Bei Krankheit oder Unfall werden die BewohnerInnen auf ihre Kosten durch den von ihnen bezeichneten Arzt oder den Notfall-Arzt behandelt. Bei schwerer Krankheit oder schwerem Unfall werden die BewohnerInnen auf Anordnung eines Arztes in ein Spital oder eine Klinik eingewiesen. Alle daraus entstehenden Kosten tragen die BewohnerInnen. Die Beschaffung und Bestellung der verordneten Medikamente obliegt in der Regel dem behandelnden Arzt oder dem Alterszentrum. Die Kosten gehen voll zu Lasten der BewohnerInnen.

12. Patientenverfügung

Bereits bestehende Patientenverfügungen sind für uns verbindlich. Das Alterszentrum nimmt im Rahmen der Aufnahmegespräche oder während der Begleitung der BewohnerInnen bewusst das Thema Tod und Sterben auf. 2 bis 3 Monate nach dem Eintritt wird mit der Bewohnerin, dem Bewohner zusammen mit der Vertrauensperson und dem Arzt eine Betreuungsvereinbarung besprochen. Darin wird festgelegt, welchen medizinischen Massnahmen im Falle einer Urteilsunfähigkeit zugestimmt und welchen nicht zugestimmt wird, oder welche Vertrauensperson beauftragt ist, über die zu ergreifenden Massnahmen zu entscheiden.

13. Bewegungseinschränkende Massnahmen

Die Institution verpflichtet sich, die Bewegungsfreiheit der urteilsunfähigen BewohnerInnen nur einzuschränken, wenn weniger einschneidende Massnahmen nicht ausreichen oder als ungenügend erscheinen und diese Massnahmen dazu dienen, eine ernsthafte Gefahr für das Leben oder die körperliche Integrität der BewohnerInnen oder Dritter abzuwenden oder eine schwerwiegende Störung des Gemeinschaftslebens der Institution zu beseitigen. Vor der Einschränkung der Bewegungsfreiheit wird der/die BewohnerIn sowie der massgeblichen Vertretungsperson die Massnahme erklärt und in der Pflegedokumentation protokolliert. Darin werden auch Zweck, Art und Dauer der eingeschränkten Bewegungsfreiheit aufgeführt. Die Person, die den/die BewohnerIn vertritt, kann jederzeit gegen diese Massnahme schriftlich bei der Erwachsenenschutzbehörde ohne Wahrung einer Frist Beschwerde einreichen. Die Institution verpflichtet sich, die Persönlichkeit der urteilsunfähigen Person zu schützen, und fördert so weit als möglich auch Kontakte ausserhalb der Institution. Die Institution ist verpflichtet, bei fehlender Betreuung die Erwachsenenschutzbehörde zu benachrichtigen.

14. Datenschutz

Mit der Unterschrift gibt der/die BewohnerIn das Einverständnis, dass die persönlichen Daten über den Gesundheitszustand im Rahmen der Bedarfsklärung erhoben und elektronisch aufbewahrt werden. Der/die BewohnerIn nimmt zur Kenntnis, dass die Institution sicherstellt, dass persönliche Daten gemäss Datenschutzgesetz verwaltet werden. Durch die Unterschrift nimmt der/die BewohnerIn Kenntnis davon und erteilt gleichzeitig sein Einverständnis dafür, dass die Institution in Einzelfällen und auf ein entsprechendes Begehren des Versicherers hin verpflichtet ist, dem Versicherer Akteneinsicht zu gewähren. Die Akteneinsicht dient zur Überprüfung der Rechnungsstellung, des Controllings und/oder der Feststellung des Leistungsanspruchs. Der/die BewohnerIn hat das Recht, diese Akteneinsicht auf den Vertrauensarzt des Versicherers zu beschränken. Nimmt er dieses Recht nicht wahr, kann die Institution der Administration des Versicherers die erforderliche Akteneinsicht gewähren. In diesem Fall entbindet der/die BewohnerIn die Institution vom Arztgeheimnis und der Schweigepflicht.

Der/die BewohnerIn sowie deren Angehörigen erklären sich einverstanden mit der Verwendung von Fotos, welche z. B. an festlichen Anlässen aufgenommen werden, für die Publikation in Printmedien sowie auf der Webseite. Wird dies nicht gewünscht, so muss es beim Eintritt mitgeteilt werden.

15. Meldung an Krankenkasse

Das Alterszentrum ist vom Verband der Krankenkassen im Kanton Zürich anerkannt. Die Leistungen für die pflege- und betreuungsbedürftigen BewohnerInnen, richtet sich nach den jeweiligen Versicherungs-Statuten und den individuell versicherten Leistungen. Die Zentrumsadministration meldet den Eintritt und sämtliche Veränderungen der Pflegeleistungen der Krankenkasse. (Die Anmeldung für Hilflosenentschädigung an die AHV-Stelle nach einem Jahr Hilflosigkeit muss durch die BewohnerInnen oder die Bezugsperson erfolgen.) Die monatliche Rechnungsstellung mit allen bezogenen Leistungen umfasst das Original für den/die BewohnerIn oder seine/ihre Bezugsperson. Die krankenkassenpflichtigen Leistungen aus der Grundversicherung werden durch die Zentrumsadministration direkt bei der Krankenkasse in Rechnung gestellt. Leistungen aus einer Zusatzversicherung muss der/die BewohnerIn oder seine/ihre Bezugsperson bei seiner Krankenkasse geltend machen.

16. Meldung bei der Kirchgemeinde

Der Eintritt neuer BewohnerInnen ins Alterszentrum wird durch die Gemeindeverwaltung der zuständigen Kirchgemeinde gemeldet.

17. Beschwerden

Beschwerden gegen MitbewohnerInnen und das Personal sind bei der Zentrumsleitung anzubringen. Beschwerden gegen die Zentrumsleitung sind beim Bezirksrat, 8706 Meilen einzureichen. Die Entscheide der Zentrumsleitung können innert 14 Tagen seit Eröffnung an den Bezirksrat, 8706 Meilen weiter gezogen werden.

18. Schlussbestimmungen

Diese Bestimmungen ersetzen alle vorherigen und treten per 1. Januar 2016 in Kraft.

Genehmigt von der Fürsorgebehörde der Gemeinde Stäfa am 15. Dezember 2015.

Der Präsident: David Dubach
Die Zentrumsleitung: Marie-Louise Sarraj